Hypnose

Viele Menschen denken häufig, daß man unter Hypnose bewusstlos bzw. ohnmächtig ist und man nichts mitbekommt bzw. man  willenlos ist. Zudem haben viele Menschen die Angst, daß sie Dinge „verraten“, die sie im Wachzustand nicht aussprechen würden. Das ist alles falsch.

Diese Vorurteile rühren zum einen von TV-Sendungen mit Showhypnose oder auch Filmen, in denen Hypnose als etwa Mysteriöses dargestellt wurde.

Wie tief man in eine Trance geht, kann man selbst entscheiden.  Zu jeder Zeit hat man, wenn man möchte, die absolute Kontrolle darüber.

Vergleichen kann man es mit Alkohol. Wenn man ein Glas Wein, Bier etc. trinkt, so ist man noch immer bei Bewusstsein. Lediglich die Umwelt wird anders wahrgenommen, somit ist es ein veränderter Zustand des Bewusstseins.

Hypnose ist kein Zustand, sondern ein Weg in die Trance. Meditation, Yoga etc. sind unter anderem auch Wege in eine Trance. Davor haben Sie doch auch keine Angst? 😉

Eine Trance ist etwas völlig Normales. Jeder von uns erlebt dies täglich, z. B. wenn man ganz vertieft in ein Buch ist und darüber die Zeit völlig vergisst oder, wenn man eine Strecke mit dem Auto fährt und sich fragt, wie man die letzten Kilometer zurückgelegt hat, da man ganz in Gedanken versunken war.

EMDR

EMDR  (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, auf Deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung) wurde Ende der 1980er Jahre von Dr. Francine Shapiro entwickelt. Seit 1991 wird sie bei uns in Deutschland praktiziert. Anfangs wurde EMDR bei Traumapatienten (z. B. Soldaten, die aus dem Krieg heimgekehrt sind) angewandt.

Heutzutage kann EMDR auch bei weniger schweren Problemen angewandt werden, z. B. um Ressourcen (Selbstbewusstsein, Gelassenheit etc.) aufzufinden und zu stärken.

EMDR ist vergleichbar mit einer Zugreise:  Sie „fahren“ noch einmal an dem Geschehen vorbei – dieses Mal aus sicherer Distanz und in meiner Begleitung. Im weiteren Verlauf der Sitzung verblasst die belastende Erinnerung Stück für Stück.

Die Erinnerung an das Erlebte wird nicht gelöscht. Sie lernen mit den alten Erinnerungen und Gedanken umzugehen und können so eine neue, angemessenere Perspektive auf das Erlebte entwickeln. Das negative Gefühl, das mit dieser Situation verbunden wird, kann damit im besten Fall als „neutral“ empfunden werden.