Für Betroffene ist es meist möglich nach Hilfe zu suchen und auch zu finden.

Betroffene Angehörige, Partner oder auch „nur“ Freunde stehen oftmals alleine da und wissen nicht wohin sie sich wenden können.

Hier spreche ich aus eigener Erfahrung. Ein Familienmitglied litt jahrelang unter Depressionen, Alkohol- und auch Tablettenmissbrauch. Der Weg zwischen Psychiatrie und dem Zuhause wurde ein mir sehr vertrauter Weg.

Wie gern hätte ich selbst in dieser Zeit jemanden gehabt, bei dem ich mich mal aussprechen könnte (das Umfeld möchte man damit ja auch nicht unbedingt belästigen bzw. sie können auch nicht helfen). Einfach jemanden, der sich mal Zeit nimmt und mir erklärt was da los ist; warum jemand in so etwas hineingerät oder auch was da in einem Körper oder auch Kopf genauer passiert.

Heute (nach der Vielzahl meiner Ausbildungen) weiß ich, was mit so einem Menschen passiert, warum er nicht anders kann. Heute habe ich Verständnis für das Verhalten und warum es mit einem „reiß Dich mal zusammen“ nicht getan ist.

Darum möchte ich mich auch direkt an Sie als betroffener Angehöriger, Partner oder auch Freund wenden und Sie unterstützen und Ihnen erklären, was passiert und auch welche Möglichkeiten Sie haben, um dem geliebten Menschen zu helfen.